FDP Hochsauerlandkreis

Pressemitteilungen vom 19.12.2011:

Röhrtalbahn – wirklich eine Alternative?

Ergänzend zum Infrastrukturgutachten wurde in der Kreistagssitzung eine Potentialuntersuchung für die Röhrtalbahn mit einem verbesserten Kosten-Nutzungswert eingebracht. Zielsetzung soll sein, dass das Land diese Bahnstrecke in naher Zukunft wieder in ihren Verkehrsplan aufnimmt.
Die FDP-Fraktion hatte dagegen gestimmt. Friedhelm Walter, Fraktionsvorsitzender und Mitglied im Wirtschafts- und Strukturausschuss führte dazu aus:

Wir bekräftigen, dass die Verbindung Sundern – Arnsberg eine wichtige Verkehrsverbindung ist, die ausreichend durch den öffentlichen Personennahverkehr zu bedienen ist. Die Nachteile, wie sie dem Gutachten zu entnehmen sind, waren in öffentlichen Diskussion kaum benannt worden.

Da sind
die weitestgehende Aufgabe des 30 Minuten-Taktes im öffentlichen Personennahverkehr für diese Strecke,
der Verzicht auf eine der Bebauung des Röhrtals angemessene Zustiegsmöglichkeit – statt bisher 27 Stationen werden nur noch 6 Stationen angeboten,
der erforderliche Umstieg, um die Innenstadt Neheim zu erreichen.

Attraktivität im öffentlichen Personennahverkehr sieht anders aus.

Sicher ist es richtig, dass bisherige Busfahrer, die auf öffentlichen Personennahverkehr angewiesen sind, in der Untersuchung als potentielle Bahnfahrer angerechnet werden.

Aber um welchen Preis ? Ich habe die Nachteile benannt. Werden diese Personen nicht auch andere Alternativen suchen, ggf. wieder auf das Auto umsteigen.

Die geschätzte zusätzliche Nachfrage im Zugverkehr wird lediglich unterstellt.
Werden nicht auch hier die aufgezeigten Nachteile zu wenig berücksichtigt ?

Für die Realisierung ist ferner zu berücksichtigen, dass mindestens 13 Millionen € aufgewendet werden müssten und dass im Falle einer Realisierung für diese 13 km-Strecke jährlich mindestens rund 900 000 € Zuschussbedarf aufgewandt werden müssten.
Uns fehlt ehrlich gesagt die Phantasie, dass das Land NRW irgendwann einmal diese Mittel zur freien Verfügung hätte.

Realistisch betrachtet, werden wir in Zukunft alle Anstrengungen unternehmen müssen, den bisherigen öffentlichen Personennahverkehr mit Bus und Bahn aufrecht zu erhalten. Spielraum für die Reaktivierung einer solchen Strecke sehen wir nicht.
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Friedhelm Walter:


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